Der richtige Manager

Tipps für Musiker und Bands von Theo Müller

 

So bekommst du die passende Unterstützung

 

Ein guter Manager ist fuer seinen Künstler da.

Mithilfe der richtigen Person kann viel passieren.

 

 

Wenn es mit deiner Musikerkarriere richtig voran geht, wird irgendwann der Punkt kommen, an dem dir der ganze Geschäfts- und Organisationskram schlicht und einfach zu viel wird. Spätestens wenn du vor lauter Verträgen, Marketing-Plänen, Booking-Anfragen und Tour-Organisation gar nicht mehr zum Musikmachen kommst ist klar: Du brauchst einen Manager. Wie du einen findest und was er so auf dem Kasten haben sollte erfährst du hier

 

Der richtige Zeitpunkt für einen eigenen Manager

 

Am Anfang deiner Karriere wirst viele der üblichen Manager-Aufgaben selbst übernehmen. Es gibt auch Musiker, die vielleicht gar keinen eigenen Manager haben wollen, weil sie sich selber gut mit der Materie auskennen und komplett autark arbeiten wollen. Ab einer bestimmten Größe wird es aber nicht mehr ohne einen eigenen Manager gehen.

 

Irgendwann werden die wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen im Leben eines Musikers zu komplex, als dass man das als "Laie" ohne professionelle Hilfe selber schaffen könnte. Das Hauptproblem ist aber vor allem die Zeit. Neben Touren, Interviews, Konzerten, Fototerminen, Videodrehs und Songs schreiben bleibt davon einfach nicht viel übrig.

 

Einen Manager brauchst du in der Regel sobald du in der Übergangsphase vom Hobby-Musiker zum Vollzeit-Musiker bist. Letztendlich kommt es aber auf deine persönliche Situation und deine Lust dich selber mit der Manager-Materie zu beschäftigen an.

 

Solltest du noch keinen Manager haben aber benötigst

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Konditionen

 

Vorsicht ist geboten bei solchen Management-Angeboten, für die du direkt Geld bezahlen musst! Üblicherweise wird der Manager an deinen Einnahmen beteiligt. Das sind in der Regel 20% der Einnahmen. Ein Manager, der ernsthaft mit dir zusammen arbeiten will und an dich glaubt, wird soweit in Vorleistung gehen, dass er für seine anfängliche Arbeit erst später wirklich Geld bekommt.

 

Übrigens wird in Management-Verträgen auch oft eine so genante "sunset clause" eingefügt, die dem Manager auch nach Beendigung der Zusammenarbeit noch eine langsam sinkende Beteiligung an den Einnahmen nach seiner Zeit der Zusammenarbeit sichert. Immerhin hat er mit seiner Arbeit zuvor geholfen den Musiker soweit nach vorne zu bringen. Das schützt vor allem den Manager davor, dass sobald ein Musiker erfolgreich ist, einfach ein anderer Manager kommt und ihm die nun viel Geld abwerfende Band klaut..

Was sollte ein guter Manager so drauf haben?

 

 

Ein guter Manager hat Kontakte

Gerade im Musikbusiness ist Vitamin B unerlässlich. Wenn dein Manager gut vernetzt ist, wird er dir schnell zu Konzerten, Plattendeals etc. verhelfen können. Unterhalte dich mit deinem potentiellen Manager über alles was er schon so im Businessbereich gemacht hat und wen er so kennt.

 

 

Ein guter Manager ist ein Allrounder

Dein Manager muss sich in allen Bereichen der Musikwirtschaft und auch darüber hinaus zumindest ein wenig auskennen. Dazu gehören vor allem Finanzen, Recht, Steuern, Marketing, Musik-Technik und auch Veranstaltungs-Organisation. Er muss in keinem der Bereiche Profi sein, denn:

 

 

Ein guter Manager weiß welche Angelegenheiten er in andere Hände gibt

Managen heißt vor allem Delegieren. Genau das muss dein Manager zu deinem Wohl auch tun. Ein Manager ist keine Ein-Mann-Armee, der alles selber macht. Die richtige Aufgabenverteilung und ganz besonders die gute Steuerung der Kommunikation zwischen allen Beteiligten macht den guten Manager aus.

 

 

Ein guter Manager überlässt dir die endgültige Entscheidung

Einen Profi an deiner Seite zu haben, der sich vertrauensvoll um die ganzen Geschäftsangelegenheiten für dich als Musiker kümmert kann eine sehr befreiende Sache sein. So kannst du dich vor allem um deine Arbeit als Musiker konzentrieren. Dennoch solltest du selbst dann weiterhin selbst ein gesunden Blick auf das Geschäft haben. Ein guter Manager wird dir auch da weiter helfen und dir alles im Detail erklären, so dass du das nötige Wissen hast, um dann selbst zu entscheiden was richtig ist. Du als Künstler musst letztendlich die Kontrolle behalten. Dein Manager ist dein Angestellter.

 

 

Ein guter Manager ist kein Fan

Das mag jetzt vielleicht erstmal hart klingen, aber dein Manager sollte keiner deiner Fans sein. Um dich und deine Musik voran zu bringen braucht es einen gewissen professionellen Abstand. Dein Manager sollte zwar 100% hinter dem stehen was du tust und dabei dein Schaffen mit genau so viel Herzblut und Leidenschaft wie dafür einbringst unterstützen, doch sind emotionale Fan-Gefühle hier fehl am Platz. Dein Manager muss auch immer offen und ehrlich Kritik an dir und deiner Arbeit üben dürfen. Nur so kommt ihr voran.

Selbst wenn dein potentieller Manager nicht einmal privat deinen Musikstil hört, heißt das nicht, dass er nicht erfolgreich mit dir zusammen arbeiten wird. Was er dagegen in jedem Fall benötigt sind ein Verständnis für dich, deine Musik und vor allem für die Leute, die deine Musik hören.

 

 

Ein guter Manager ist für seinen Künstler da

Wann immer du eine Frage oder ein Problem hast, dein Manager sollte immer mit einem offenen Ohr für dich da sein und dir wenn nötig alle Details erklären. Bei den Gesprächen mit einem potentiellen Manager frage einfach nach vielen Details und pass genau auf, wie sehr bereit dein Gegenüber ist, dir alles zu so detailliert zu beantworten. Ob du ihn auch mitten in der Nacht anrufen kannst, wenn du zum Beispiel gerade mitten in einer Studiosession steckst und wissen willst, ob du dies oder jenes Sample nutzen darfst, das solltet ihr aber am besten vorher mal klären.

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